Ohrakupunktur


Bei der Ohrakupunktur geht man davon aus, dass verschiedene Ohrregionen zu bestimmten Körperorganen zuzuordnen sind und sich der ganze Körper auf die Ohrmuschel projiziert.

Empfindlichkeiten einzelner Akupunkturpunkte zeigen durch den direkten Bezug zum Organ oder Regelkreis eine Störung oder Schwächung des korrespondierenden Organsystems. D.h. eine Störung kann direkt am Ohr abgelesen werden. Nur ein gestörter Punkt ist nachweisbar, d.h. wenn keine Störung vorliegt, ist ein Akupunkturpunkt auch nicht spürbar.

Die Akupunkturpunkte am Ohr werden mittels Nadelreiz stimuliert. So können alle Organe und hormonelle Regelkreise gezielt behandelt werden.

Bei der Behandlung liegt der Patient ruhig und entspannt auf der Behandlungsliege. In der Regel werden pro Ohr nicht mehr als 5-7 sehr kleine sterile Nadeln gesetzt, die dann ca. 25 Minuten verbleiben. Bei Kindern können statt Nadeln Druckpflaster mit Samenkörnern eingesetzt werden.

 

Die Anzahl und Regelmäßigkeit der Behandlungen richten sich nach der Diagnose, ob eine Beschwerde akut oder chronisch ist.

 

Die Ohrakupunktur kann angewendet werden bei:

  • Allergien (u.a. Heuschnupfen)
  • Schmerzen (u.a. des Bewegungsapparates, Kopfschmerzen, Migräne)
  • Atemwegserkrankungen
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes
  • Augenerkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen
  • Nieren- oder Blasenerkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen & hormonellen Dysregulationen (u.a. Schilddrüsenüber-, Schilddrüsenunterfunktion, Menstruationsbeschwerden)
  • Kinderwunsch
  • Vegetative Dysregulationen (u.a. Erschöpfung, Schlafstörungen, Stress)
  • Begleitend bei Gewichtsreduktion und Raucherentwöhnung
  • Psychische Erkrankungen und Angstsyndrome

Je nach Diagnose wird die Ohrakupunktur begleitend zu ärztlicher oder psychotherapeutischer Therapie eingesetzt.